Es ist in den meisten Fällen zumindest nicht die Arbeit.
Einen interessanten Artikel habe ich per Facebook und Twitter im Kölner Stadt-Anzeiger gefunden. Titel des Beitrags ist ‘Immer online, immer erreichbar‘. In diesem Beitrag wird Ibrahim Evsan u.a. zur derzeitigen Entwicklung im Netz und die damit verbundene ständige Onlinepräsenz befragt. Am meisten ins Auge sticht mir bei diesem Artikel der letzte Absatz. Hier heißt es “Für Leute wie mich gibt es nur noch eine Work-Life-Balance. Ich gestalte mein Arbeitsleben so, dass es sich privat anfühlt”. Ist das nicht der Idealfall? Das wonach sich der Arbeitnehmer nicht nur heutzutage sehnt? Man macht das was man gerne macht als Job und ist glücklich. Man ist glücklich!
Genau das ist der springende Punkt, der in der heutigen Arbeitswelt (in den meisten Fällen) völlig fehlt oder eine untergeordnete Rolle einnimmt. Der Spass an der Arbeit. Dieser Aspekt ist, nach meiner Meinung, der entscheidenden Faktor für die derzeitig sprunghaft ansteigende Anzahl an Born-Outs oder anderen ähnlichen Erkrankungen. Sollten alle Faktoren erfüllt sein und es entsteht durch die ständige Erreichbarkeit durch Social Networks ein Druck, ist dieser ein Druck in keinster Weise mit dem Druck zu vergleichen, sollten diese Faktoren wie Spass und Anerkennung nicht gegeben sein.
Ein weiterer Aspekt welcher zu der steigenden Anzahl an Erkrankungen führt, ist die ständige Angst. Angst vor Konsequenzen, nicht erreichten Zielen und einer ungewissen Zukunft. Dieser psychische Stress ist die Art von Stress welcher die Arbeitnehmer krank macht. Es ist nicht die Arbeit Ansicht, sondern die ständige Angst um den Arbeitsplatz und die Erschöpfung der andauernden Verteidigung des Jobs.
Warum kommt das alles gerade jetzt mit dem Thema Social Media so offensichtlich heraus? Nun, man kann hier denke ich nur Vermutungen anstellen. Aber ein Aspekt ist sicherlich, die Befürchtung des Kontrollverlustes und Wissensteilung durch Social Media. Dies ist in der Tat nicht nur ein Thema, welches Unternehmen extern interessiert. All diese Themen gibt es, vielleicht noch viel vermehrter und extremer im Unternehmen an sich. Mitarbeiter sollen Wissen teilen, was sie evtl. von ihren Kollegen unterscheidet. Da ist es vermutlich menschlich, dieses Wissen was man hat und sich über Jahre angeeignet hat zu beschützen.



